Evonik – mehr als nur Trikotsponsor

Ute Wolf von Evonik zu Gast an der WiWi-Fakultät.
Ute Wolf von Evonik zu Gast an der WiWi-Fakultät. Bild: Claudio Höll

Am Dienstag, den 30.10.2018, startete an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät erneut die Vortragsreihe „Vorstände und Geschäftsführer*innen berichten aus der Praxis“. In der Auftaktveranstaltung stellte sich Ute Wolf von Evonik vor.

Von Sophie Marie Bott

Wolf ist Finanzvorständin des Unternehmens, das sich auf Spezialchemikalien spezialisiert hat. Über 400 Studenten der zwei Fakultäten Rechtswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften informierte Wolf über ihren Werdegang, ihren Beruf und das Unternehmen Evonik.

Was das Management von Evonik bewegt

„Evonik ist ein vielfältiges Unternehmen, was es für das Management nicht einfach macht“, mit dieser Aussage startete Ute Wolf in den Abend. Die Produktpalette von Evonik erstreckt sich von Lebensmitteln und Tierfutter, bis zur Herstellung von Chemikalien, die für Autoreifen und Matratzen benötigt werden.

Evonik beschäftigt über 36.000 Mitarbeitern an 180 Standorten. Landläufig bekannt ist das Unternehmen mit Sitz in Essen auch als Trikotsponsor von Borussia Dortmund. Der jährliche Umsatz liegt bei 14 Milliarden Euro. Haupteigentümer ist die Stiftung RAG. In den Zuständigkeitsbereich der Finanzvorständin Wolf fallen Accounting, Controlling, Finanzen und auch die IT.

Chancen und Herausforderungen

Wolf sprach vor allem über zukünftige Herausforderungen für Evonik. „Wir haben ein Wettbewerbsumfeld, das sich kontinuierlich verändert“, sagt sie. „Deshalb ist es für uns ganz wichtig, sich klar zu werden, was sind die Wachstumsgebiete? Und wie stärken wir sie?“

Neben den politischen Umständen durch den Brexit und die Lage in Italien spielt laut Wolf auch die Digitalisierung eine große Rolle: „Wir müssen uns immer wieder fragen, was die Trends sind, um so erfolgreich zu bleiben.“ Für Wolf sei es wichtigste Aufgabe des Managements von Evonik zu wissen, was die Kunden des Unternehmens treibt. Sie geht sogar noch weiter: „Wir müssen auch für unsere Kunden vordenken.“

Blick in die Zukunft

Für die Zukunft sieht Evonik seine größten Wachstumspotenziale im Bereich der Lebensmittel und Kosmetik. Diese tragen dazu bei, dass der Chemiehersteller jährlich ein Wachstum zwischen zwei und vier Prozent erzielt. Mitarbeiter werden laut Wolf daran beteiligt und bekommen jedes Jahr eine Gehaltssteigerung von rund zwei Prozent. „Wir haben viele Challenges zu meistern, aber wir blicken sehr positiv in unsere Zukunft“, schloss Wolf ihren Vortrag.

Nach der Gelegenheit Fragen an Ute Wolf zu stellen, konnten die Studierenden den Abend bei einem Weinempfang im Lichthof der Neuen Universität ausklingen lassen.

Der nächste Vortrag der Reihe findet am 07. November 2018 statt. Zu Gast ist Dr. Stefan Oschmann von Merck.

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