Autoixpert – Digitalisierung in der Kfz-Branche

Will die Kfz-Branche digitalisieren - Mark Langer von Autoixpert. Foto: Daniel Wältermann.
Will die Kfz-Branche digitalisieren - Mark Langer von Autoixpert. Foto: Daniel Wältermann.

Der Kfz-Markt ist hinsichtlich der Digitalisierung gänzlich unterbedient, das betonte Mark Langer am Mittwoch, 6. Juni während eines Vortrags an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Der Produktdesigner und Mitgründer der Firma Autoixpert strebt eine Revolution der kleinen, „etwas eingestaubten“ Branche an: Mit einer Software will er die Arbeit der Kfz-Sachverständigen erleichtern.

Von Daniel Wältermann

20.000 Kfz-Sachverständige gibt es in Deutschland – eine kleine, aber lukrative Nische für das Start-up. „Der Markt ist trotzdem so lukrativ für uns, weil Sachverständige sehr gutes Geld verdienen. Außerdem hat sich in den letzten Jahren wenig getan“, sagt Mark Langer von Autoixpert. Vergleichbare Software für Kfz-Sachverständige sei teuer, überholt und wenig benutzerfreundlich.

Autoixpert verspricht: Weniger Papierkram

Vor allem bei Unfällen zwischen zwei oder mehreren Fahrzeugen wird die Arbeit eines Kfz-Sachverständigen benötigt: Sein Gutachten umfasst im Durchschnitt 20 Seiten und zwischen zehn und 20 Fotos. Diese dokumentieren, an welchen Stellen der Schaden entstanden ist. Die Auto-Experten müssen sowohl die Höhe des Schadens als auch Reparaturkosten und Wertverlust schätzen.

Mit herkömmlichen Programmen müssen Sachverständige laut Langer nahezu alle Informationen wie Fahrzeug- und Personaldaten händisch eingeben. Verschiedene Arbeitsschritte erfordern zudem unterschiedliche Software. „Und im nächsten Schritt, wenn das Gutachtendokument eigentlich generiert werden soll, müssen sie alle Textbausteine noch einmal einzeln zusammentragen“, sagt Langer. Die Idee der Firmengründer ist es, diese Arbeitsabläufe zu automatisieren.

Automatische Fahrzeug-Erkennung

Die Softwareentwickler machen sich die Fahrzeug-Identifikationsnummer zunutze. Diese stanzen alle Hersteller ins Blech des Fahrzeugs. Entschlüsselt beinhaltet sie weitreichende Informationen. Zum Beispiel: Angaben zum Modell, das Modelljahr und den Herstellungsort. Diese Identifikationsnummer kann der Sachverständige in die Online-Software eingeben. Die Daten, die aus der Nummer hervorgehen, werden abgelesen und automatisch vom System eingetragen.

Damit verändert sich die Arbeitsweise der Sachverständigen. Sie entfernen sich von der altbekannten Arbeitsweise. „Wir wollen überflüssige Arbeitsschritte wegautomatisieren“, sagt Mark Langer von Autoixpert. Er verweist auf die Vorteile seiner Technologie. Die Zeitersparnis für den Sachverständigen bedeutet auch kürzere Wartezeiten für den Auftraggeber.

 

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